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Die Haltungen zur Transplantationsmedizin sind in der Hospiz- und Gesundheitsbewegung umstritten.

Noch 2012 wurde das Transplantationsgesetz reformiert – ohne weitere öffentliche Anhörung und mit der erklärten Absicht, Organspende zu fördern sowie die bestehenden Strukturen weitgehend beizubehalten. Neuere Debatten um den „Hirntod“ oder intern bekannte Berichte über undurchsichtige Organzuteilungen, beispielsweise in den Transplantationszentren Regensburg und Göttingen, wurden ignoriert und erst nach Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens öffentlich.

Von diesen Problemen ist wenig wieder zu finden in Broschüren und Kampagnen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der Krankenkassen und der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), die die Organspende koordiniert.


Erfahren Sie mehr in der gemeinsamen Stellungsnahme von:
OMEGA – mit dem Sterben leben e.V. / BioSkop e.V. / Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft (AKF) e.V.

Nachdenken über Organspende (PDF, 452 KB)

 

Aktuelle Informationen zur Transplantationsmedizin unter:

www.bioskop-forum.de

„Die Mitwirkung des Arztes bei der Selbsttötung widerspricht den ethischen Grundsätzen unseres ärztlichen Selbstverständnisses“ so das Votum der Ärztekammer Westfalen-Lippe.

Gemeinsame Stellungnahme von Omega und BioSkop zum assistierten Suizid
(PDF, 692 KB)

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.bioskop-forum.de

Mehr dazu unter http://www.aekwl.de/uploads/media/25_11_Beihilfe_Suizid.pdf
(PDF, 47 KB)

Patientenverfügungen sollen selbstbestimmtes und würdiges Sterben ermöglichen. Ärzte sollen sie befolgen und lebensnotwendige Therapien unterlassen. Vorausgesetzt, Erkrankte haben dies früher so aufgeschrieben und können nicht mehr für sich selbst sprechen – etwa bei Demenz, im Koma oder nach einem Schlaganfall.

Können Patientenverfügungen halten, was ihre Befürworter versprechen?
Was bedeutet ihre gesetzliche Verbindlichkeit für Kranke, Angehörige, Ärzte, Pflegende, unsere Gesellschaft?

 

Erfahren Sie mehr in der gemeinsamen Stellungsnahme von OMEGA – mit dem Sterben leben e.V. und BioSkop e.V.
Patientenverfügungen: Hilfreiche oder gefahrvolle Vorsorge? (PDF, 1,4 MB)


Positionspapier

Wissenschaftlicher Beirat Omega – mit dem Sterben Leben e.V. erläutert die aktuellen Probleme in der Hospizbewegung.

Anerkennung oder Angleichung? (PDF, 172 KB)

 

zum Weiterlesen:
Mythen und Wirklichkeiten in der Sterbebegleitung,
(Rundbrief März 2011) (Word, 49 KB)

Stirbt die Hospizbewegung am eigenen Erfolg,
(Rundbrief Dezember. 2008) (Word, 61 KB)



Weitere Materialien

Deklaration der Menschrechte Sterbender
(PDF, 26 KB)

Konzept zur Vorbereitung auf die ehrenamtliche Begleitung Sterbender (PDF, 3,3 MB)

 

 

Ab sofort können Sie die Dokumentation der Tagung als PDF herunterladen:
Tagungsdokumentation Ökonomien des Sterbens (PDF, ca. 1,4 MB)

 

Sterben ist heutzutage ein öffentliches und ein  politisches Thema. Allerdings nicht nur in der Weise, wie es sich die Hospizbewegung seit Jahrzehnten wünscht: Wie können schwerstkranke und sterbende Menschen, ihre Angehörigen und ihr Freundeskreis gut begleitet werden? Welcher gesellschaftlichen Anstrengungen bedarf es, um Sterben unabhängig von Herkunft, sozialer Stellung und Geldbeutel erträglich zu gestalten?

 

Ähnlich wie in anderen Lebensbereichen auch, sollen Vorsorge, Planung, Dienstleistung die allzu menschlichen Befürchtungen zähmen. Der Wunsch, den eigenen Körper kontrollieren, den Alltag mit schwerer Pflegebedürftigkeit vermeiden oder im Griff behalten zu können, wird zumindest in den durch Medien vermittelten Expertengesprächen und politischen Debatten auf gefährliche Bahnen gelenkt. Ärztliche Beihilfe zur Selbsttötung und der tödliche  Behandlungsabbruch via Patientenverfügung oder die „aktive Sterbehilfe“ als  nachfragbare Dienstleistung stehen auf der Agenda.

 

„Selbstbestimmung bis zuletzt“ lautet das Versprechen. Viel wird auch über eine „Apparatemedizin“ gesprochen, die das Sterben nicht mehr zulassen könne. Sehr wenig über soziale Sicherungssysteme, die immer mehr Menschen im Alter und Krankheit unzureichend absichert. Kranksein macht arm, es gefährdet das kleine Erbe für die Angehörigen, überfordert Familien – vor allem Frauen –, die sich gute Pflegebedingungen nicht leisten können und ist mit der Perspektive auf spärliche Renten sehr beängstigend. Diese materiellen Lebens- und Sterbebedingungen gelten nicht selten als „unabänderlich“, obwohl sie politisch und gesellschaftlich zu verändern wären. All das sind wenig beachtete Motive, die verschiedene Dienstleistungsangebote, die das „schnelle Sterben“ unter Vermeidung von langer Pflegebedürftigkeit als eine Art privater Lösung plausibel machen. Die gesundheits- und sozialpolitischen  Unverantwortlichkeiten bleiben unberücksichtigt.


Themen der „Ökonomien des Sterbens“ sind:
Wie wird öffentlich über die verschiedenen Varianten der Sterbehilfe gesprochen? Und was wird verschwiegen? Wie denken Ökonomen über die Pflege nach? Und wie kann die Versorgung Schwerstkranker und Sterbender unter passablen Arbeits- und Lebensbedingungen organisiert und bezahlt werden? Was brauchen Menschen an Zuspruch und sozialer Absicherung am Lebensende?

Unterkategorien

Der Verein „OMEGA – Mit dem Sterben leben e.V.“ gibt zum Start des neuen Schuljahres umfassendes Unterrichtsmaterial heraus, mit dem sich Lehrer/innen und Schüler/innen in Grundschule, Sekundarstufe 1 und Sekundarstufe 2 mit verschiedenen Facetten des Umgangs mit Sterben und Tod auseinandersetzen können.

Alle Einheiten sind altersgerecht und angebunden an Lehrplaninhalte. Die Einheiten bestehen aus didaktischen Hinweisen für die Lehrer/innen, Informationstexten und Arbeitsblättern. Sie zielen darauf, dass die Schüler/innen sich Informationen aktiv aneignen und kreativ und handlungsorientiert mit ihnen umgehen. Dabei ist ein Ziel, Halbwissen und Ängste durch die fundierte Beschäftigung und eigene Gedanken zu ersetzen.

Ebenfalls Teil des Unterrichtsmaterials sind mehrere Filme, u.a. aus dem Kinderhospiz Regenbogenland in Düsseldorf sowie eine Reportage, die den Weg eines gerade Gestorbenen nachgeht, sowie Interviews mit u.a. der Philosophin Petra Gehring und der Theologin und Pädagogin Martina Plieth.